Durch Wissenstransfer die Potenziale Alternativer Proteinquellen steigern
Der aktuelle Ernährungsreport des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zeigt, dass sich Menschen gesund und nachhaltig ernähren wollen. Insbesondere junge Menschen setzen auf pflanzliche Lebensmittel. Alternative Proteine werden in der Ernährung der Zukunft deshalb eine entscheidende Rolle spielen.
27 Innovationsprojekte entwickeln aktuell neue Lösungen, um Lebensmittel auf Basis alternativer Proteine herzustellen. Die Vernetzungs- und Transfermaßnahme PIONEER begleitet, unterstützt und evaluiert die vom BMLEH geförderten Innovationsprojekte, in denen 76 Netzwerkpartner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammenarbeiten. Ziel ist es, die Forschung und Entwicklung im Bereich alternativer Proteinquellen für die menschliche Ernährung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit gemeinsam voranzutreiben.
(v.l.n.r.)
Auftaktveranstaltung
Im Rahmen der PIONEER-Auftaktveranstaltung am 26. Juni 2025 kommen alle Akteure aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft in Berlin zusammen, um sich gegenseitig ihre Projekte bzw. Strategien vorzustellen und zu diskutieren. Das PIONEER-Netzwerk versammelt für fünf Jahre alle Akteure unter einem Dach, um durch verschiedene Maßnahmen eine möglichst breite Marktdurchdringung der innovativen Ansätze zu unterstützen.
Innovationsprojekte
Die 27 anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte beschäftigen sich vor allem mit „innovativen Produkten“ und „Verfahren“ für pflanzliche Proteine, Insektenproteine, fermentierte und zellbasierte Proteine sowie mit Ansätzen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit und Verbraucherakzeptanz alternativer Proteine. Durch die Vernetzungs- und Transfermaßnahme PIONEER soll eine hohe Produktvielfalt generiert und die Potenziale alternativer Proteinquellen für ein breites Spektrum von Anwendungen in der Lebensmittelwirtschaft genutzt werden. Dabei sollen die ernährungsphysiologische Wertigkeit, die ressourcenschonende Verarbeitung, die Lebensmittelsicherheit sowie die sensorischen und technologischen Eigenschaften berücksichtigt werden.
Schwerpunktthemen auf einen Blick:
- Pflanzliche Proteine (11 Projekte)
- Fermentierte Proteine ( 6 Projekte)
- Insektenproteine ( 3 Projekte)
- Zellbasierte Proteine ( 2 Projekte)
- Nachhaltigkeit/Akzeptanz (5 Projekte)